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Gross- und Kleinschreibung: Überblick und Beispiele

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Zusammenfassung

Gross- und Kleinschreibung: Überblick und Beispiele

Das Wichtigste in Kürze

In der deutschen Sprache gibt es eine Wortart, die ausnahmslos grossgeschrieben wird: das Nomen. Für alle anderen Wortarten gilt strikte Kleinschreibung. Es sei denn, die Wörter dienen der höflichen Anrede oder stehen am Satzanfang: Satzanfänge werden – wie in den meisten Sprachen – stets grossgeschrieben. 



Info 1: Grossschreibung von Nomen 

Um die Gross- und Kleinschreibung zu beherrschen, muss man Nomen als solche identifizieren können. Denn Nomen werden stets grossgeschrieben. 


Du erkennst Nomen an den sogenannten „Nomensignalen“. Zu diesen gehört die Verwendung von Begleitern, denn Nomen werden meist von einem bestimmten oder unbestimmten Artikel („der“, „eine“) oder einem anderen Pronomen („mein“, „diese“) begleitet.


Auch Folgendes solltest Du wissen: Die meisten Nomen kannst Du anfassen, hören, riechen, spüren oder sehen. Nomen sind z.B. „die Glühbirne“, „das Rauschen“, „der Gestank“, „der Wind“ oder „der Horizont“. Aber auch abstrakte Konzepte wie „der Stolz“ oder „die Eifersucht“ zählen zu den Nomen.


EIGENNAMEN

Als Nomen gelten auch sogenannte „Eigennamen“. Eigennamen bezeichnen Dinge, die es nur einmal gibt: Personennamen, Namen von geografischen Orten, historischen Einzelereignissen etc. Beispiele sind „Sabine“, „Düsseldorf“, „Watzmann“ oder „Elbe“. 


Es gibt im Übrigen Eigennamen, zu denen ein spezifisches Adjektiv gehört. In diesen Fällen werden auch die Adjektive grossgeschrieben. Auch geografische Eigennamen mit Endung „-er“ schreibt man gross. 

Beispiele – Verbindung mit Adjektiven:

der Nahe Osten

der Wilde Westen

die Französische Revolution

die Vereinten Nationen


Beispiele – Endung „-er“: 

das Berner Münster

die Schweizer Hymne

die Zuger Kirschtorte

das Zürcher Geschnetzelte



Info 2: Nominalisierungen

Sowohl Verben als auch Adjektive lassen sich unter Umständen zu Nomen umwandeln. Sie lassen sich „nominalisieren“. Im Falle von Verben spricht man von „nominalisierten Verben“, im Falle von Adjektiven von „nominalisierten Adjektiven“. Darüber hinaus gibt es auch Nominalisierungen von Pronomen und Partikeln. Wie alle Nomen werden Nominalisierungen stets grossgeschrieben. 


NOMINALISIERTE VERBEN

Nominalisierte Verben sind in der Regel daran zu erkennen, dass sie von einem Pronomen begleitet werden. Meist ist es der bestimmte Artikel „das“. Manchmal sind ihnen Adjektive vorangestellt.


Beispiele:

Ich lerne (Verb) gerne im Internet.

Ich mag das Lernen (Nomen) im Internet.


Er wurde geweckt, weil jemand laut etwas rief (Verb).

Lautes Rufen (Nomen) weckte ihn aus dem Schlaf.


Auch auf Englisch liest (Verb) und schreibt (Verb) sie gut.

Das Lesen und Schreiben (Nomen) bereitet ihr keine Probleme.


NOMINALISIERTE ADJEKTIVE

Genau wie nominalisierte Verben sind nominalisierte Adjektive meist daran zu erkennen, dass sie einen Begleiter haben. Das kann ein Artikel sein, aber auch ein anderes Pronomen wie „alles“, „nichts“ oder „etwas“.


Beispiele:

der braunhaarige (Adjektiv) Mann 

der Braunhaarige (Nomen)


das spannende (Adjektiv) Buch

Das Buch enthält viel Spannendes (Nomen).


Ich suche eine bestimmte (Adjektiv) Sache. 

Ich suche etwas Bestimmtes (Nomen).


NOMINALISIERTE PRONOMEN UND PARTIKELN

Auch zu Nomen gewordene Pronomen und Partikeln haben meist einen Begleiter. So kannst Du sie identifizieren – und grossschreiben.


Beispiele:

das gewisse Etwas

das eigene Ich

ein deutliches Nein


Hinweis: Verbindungen mit Präpositionen

Nominalisierungen können auch von den Wörtern „im“, „vom“, „zum“ oder „beim“ begleitet sein. Auch diese Wörter sind im weiteren Sinne Pronomen, denn sie setzen sich aus einer Präposition und einem bestimmten Artikel (im Dativ) zusammen.

im

in dem

vom

von dem

zum

zu dem

beim

bei dem


Beispiele:

Beim Salsa-Tanzen hat er seinen Knöchel verstaucht.

Sie hat genug vom vielen Kochen und Putzen.

Im Vorbeigehen gab sie ihm einen flüchtigen Kuss.

Karims Einwand hat mich zum Nachdenken gebracht.



Info 3: Grossschreibung bei höflicher Anrede

Wenn Du eine Person siezt (oder allgemein höflich sein willst), schreibst Du alle Pronomen gross, die sich auf diese Person beziehen. Du schreibst also „Ich wende mich an Sie“ oder „Ich danke Ihnen“.


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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Wörter muss man grossschreiben?

Wie erkennt man eine Nominalisierung?

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